{"id":448,"date":"2023-10-08T10:50:35","date_gmt":"2023-10-08T10:50:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stiftung-stoye.org\/?p=448"},"modified":"2024-01-23T14:17:59","modified_gmt":"2024-01-23T14:17:59","slug":"die-buerger-der-stadt-apolda-von-1572-bis-1919","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stiftung-stoye.org\/?p=448","title":{"rendered":"Die B\u00fcrger der Stadt Apolda von 1572 bis 1919"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Apolda, dessen Einwohner 1289 erstmalig als cives bezeichnet wurden und das 1308 zum ersten Mal als civitas erscheint, gilt seitdem als Stadt. Herren waren die Mainzer Ministerialenfamilien der Schenken und Vitzthume, die sich nach der Stadt von Apolda nannten. Die Stadt wurde bis 1348 von ihnen gemeinsam und danach von den Vizthumen allein beherrscht. Die Oberlehnshoheit hatten seit dem genannten Jahre die Wettiner, seit 1485 deren ernestinische Linie, inne. Als die Vitzthume 1631 ausstarben, fielen ihre Besitzungen als erledigtes Lehen an den Landesherrn, den Herzog von Weimar, der 1633 das Schlo\u00df mit den anhaftenden stadtherrlichen Rechten der Universit\u00e4t Jena verlieh. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"791\" height=\"545\" src=\"https:\/\/stiftung-stoye.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Buergerbuch-Apolda.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-449\" srcset=\"https:\/\/stiftung-stoye.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Buergerbuch-Apolda.jpg 791w, https:\/\/stiftung-stoye.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Buergerbuch-Apolda-300x207.jpg 300w, https:\/\/stiftung-stoye.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Buergerbuch-Apolda-150x103.jpg 150w, https:\/\/stiftung-stoye.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Buergerbuch-Apolda-768x529.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 791px) 100vw, 791px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit mindestens 1433 sind Ratsm\u00e4nner mit zwei Rats- bzw. B\u00fcrgermeistern an der Spitze nachweisbar. Der Rat wurde j\u00e4hrlich neu gew\u00e4hlt und durch die Stadtherren best\u00e4tigt. Um 1440 sitzen gew\u00e4hlte Gemeindevorm\u00fcnder im Rat, Viertelsmeister sind seit 1433 bezeugt. Satzungen sind von 1440 und 1671 bekannt; nach der letzteren wurde die j\u00e4hrliche Neuwahl des Rates durch den sitzenden Rat vollzogen und die Best\u00e4tigung durch die Universit\u00e4t Jena erteilt. Um 1800 bestand der Rat aus zwei B\u00fcrgermeistern, zwei Beisitzern, einem K\u00e4mmerer, vier Viertelsmeistern und vier Stellvertretern der letzteren, wozu noch ein engerer und ein weiterer Ausschu\u00df der B\u00fcrgerschaft traten. Der B\u00fcrgermeisterwechsel wurde am Donnerstag nach Burckhardi (14. Oktober) vollzogen. In der Regel r\u00fcckte der zweite B\u00fcrgermeister an die erste Stelle und der erste B\u00fcrgermeister auf die zweite. Dadurch hatten \u00fcber Jahre dieselben M\u00e4nner das Amt inne. Der erste B\u00fcrgermeister war auch gleichzeitig der Stadtrechnungsf\u00fchrer. <\/p>\n\n\n\n<p>Um 1440 sprach ein Stadtrichter zusammen mit vom Stadtherrn ernannten Sch\u00f6ffen Recht. Sp\u00e4ter lagen die Niedergerichte beim Rat und die Obergerichte beim Stadtherrn. Die daf\u00fcr eingesetzten akademischen Gerichtsverwalter standen ausschlie\u00dflich in dessen Diensten (bis 1633 der Vitzthume, dann der Universit\u00e4t). Der Gerichtstisch befand sich auf dem Markt. Die allj\u00e4hrliche Heimr\u00fcge fand zu Jakobi (25. Juli) statt. Mit der Einf\u00fchrung der neuen Stadtordnung 1837 wurde das akademische Schlo\u00dfgericht der Universit\u00e4t aufgehoben und ein Gro\u00dfherzoglich Sachsen-Weimarisches Stadtgericht geschaffen, das bis 1850 bestand. An dessen Stelle trat von 1850 bis 1879 das Justizamt und seitdem das Amtsgericht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kriependorf, G\u00fcnter: Die B\u00fcrger der Stadt Apolda von 1572 bis 1919.<br>Band 80: B\u00fcrger 1571-1740, B\u00fcrgerb\u00fccher 1742-1869.<br>Band 81: B\u00fcrgerb\u00fccher 1870-1919.<br>Verlag: Stiftung Stoye, Marburg\/Lahn 2023<br>Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Reihenbandnr. 80 und 81.<br>ISBN 978-3-937230-39-9.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/vo.genealogy.net\/AMF\/?action=shop_order&amp;kategorie=Schriftenreihe%20der%20Stiftung%20Stoye\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/vo.genealogy.net\/AMF\/?action=shop_order&amp;kategorie=Schriftenreihe%20der%20Stiftung%20Stoye\">Bestellm\u00f6glichkeit der Schriftenreihe:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mindestens 1433 sind Ratsm\u00e4nner mit zwei Rats- bzw. B\u00fcrgermeistern an der Spitze nachweisbar. 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